Für  Patienten & Besucher 

Ihre Ansprechpartnerin

Christine Bäuchle
christine.baeuchle(at)johanneswerk.de

Telefon (Sekretariat)
02751 81-1326

Bereich Psychoanalytische Psychotherapie

Im Bereich Psychoanalytische Psychotherapie liegt der Behandlungsschwerpunkt auf Neurosen sowie Lebenskrisen im fortschreitenden Alter.

Neurosen

Neurosen sind Erkrankungen, die dann auftreten, wenn bestimmte belastende Situationen im Leben nicht adäquat verarbeitet werden können. Meistens liegt dies darin begründet, dass der Betroffene in festen Erlebens- und Verhaltensformen gefangen ist und ohne professionelle Hilfe keine angemessenen Lösungswege finden kann. Ein erstes Ziel der Psychotherapie wird erreicht, indem der Therapeut einen detaillierten Überblick von der Lebensgeschichte des Patienten bekommt. Oftmals wird im gemeinsamen Gespräch schon deutlich, warum der Patient bestimmte Charaktereigenschaften und neurotische Handlungsweisen im Laufe seines Lebens entwickelt hat – und warum ihm in einer bestimmten Konfliktsituation keine ausreichenden Handlungs- und Bewältigungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Schon allein diese Erkenntnis führt häufig zu einer Entlastung, weil sie dem Behandelnden hilft, das ihm bisher Unverständliche an seinem Leiden in einem sinnvollen Zusammenhang einordnen zu können.

Anschließend wird gemeinsam mit dem Patienten ein individueller Behandlungsplan erstellt. In der tiefenpsychologisch fundierten Einzelpsychotherapie mit der begleitenden interaktionellen-tiefenpsychologischen Gruppenpsychotherapie werden Perspektiven entwickelt: für die weitere Lebensgestaltung und für Situationen, die bisher nicht ausreichend bewältigt werden konnten. Dabei entzünden sich an den stationären Rahmenbedingungen, im Kontakt mit den Mitarbeitern im Pflegebereich und den Mitpatienten häufig ähnliche Konflikte wie im Alltag, die so in einer direkten Bearbeitung zugänglich werden. Zudem eröffnet das Zusammenleben auf der Station häufig neue Sichtweisen von sich und anderen. In einem Angstexpositionstraining können unsere Patienten beispielsweise auch lernen, ihre bisherigen Lebensweisen auszuweiten – trotz ihrer Ängste.

Erweiternd und unterstützend wirken Begleittherapien, Ergo- und Gestaltungstherapie oder Bewegungstherapie (Konzentrative Bewegungstherapie). Gefühle können so (wieder-)entdeckt werden, wodurch sich ein Mensch lebendiger und auch aktiver erleben kann – besonders dann, wenn er neue Ressourcen bei sich entdeckt hat.

Psychotherapie im höheren Lebensalter (Alterspsychotherapie):

Die Station bietet weiterhin Unterstützung bei der Bewältigung von Lebenskrisen und seelischen Erkrankungen, die im fortschreitenden Alter vorkommen können. Auslöser sind oftmals der Verlust naher Angehöriger oder der Weggang von Kindern aus dem Elternhaus. Auch zunehmende Einbußen der Leistungsfähigkeit oder körperliche Erkrankungen können eine seelische Erkrankung auslösen.

Die Mitarbeiter auf dieser Station bieten mit unterschiedlichen Therapieansätzen den Patienten die Möglichkeit, ihr Verhaltensspektrum zu erweitern. So können auch in der zweiten Lebenshälfte wieder Vertrauen zu neuen Kontakten und Lebensmut geweckt werden.

Ansprechpartnerin

Christine Bäuchle

Leitende Psychologische Psychotherapeutin der Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalyse
Leitende Psychologische Psychotherapeutin Bereich Psychoanalytische Psychotherapie

Diplom-Psychologin
Psychologische Psychotherapeutin
Psychoanalyse (DPG/DGPT)

Tel. 02751 81-1326 (Sekretariat) oder -1327 (Durchwahl)
christine.baeuchle(at)johanneswerk.de